Nach einer besonders kalten Nacht kommt aus dem Wasserhahn plötzlich nichts mehr oder nur noch ein dünnes Rinnsal – ein klassisches Anzeichen für ein eingefrorenes Rohr. Meist ist das ärgerlich, aber gut in den Griff zu bekommen, wenn man ein paar Grundregeln beachtet.

Woran Sie ein eingefrorenes Rohr erkennen

Typisch ist, dass ein einzelner Wasserhahn kein oder nur noch sehr wenig Wasser liefert, während andere im Haus normal funktionieren. Betroffen sind meist Leitungen an Außenwänden, im unbeheizten Keller, auf dem Dachboden oder im Außenbereich, etwa der Gartenwasserhahn. Häufig tritt das Problem nach besonders kalten Nächten auf, wenn die Temperatur in unbeheizten Bereichen deutlich unter null Grad fällt.

Was Sie jetzt tun sollten

  1. Wasserhahn leicht geöffnet lassen: Das ermöglicht einen Druckausgleich und zeigt Ihnen, sobald das Auftauen wirkt.
  2. Absperrhahn zudrehen, falls zugänglich: Das reduziert das Risiko, falls bereits ein Riss in der Leitung entstanden ist.
  3. Vorsichtig erwärmen: Warme, nicht heiße Umgebungstemperatur schaffen – etwa mit einem Heizlüfter in sicherem Abstand, warmen Tüchern oder einem Föhn auf niedriger Stufe. Offene Flammen sind absolut tabu.
  4. Von außen nach innen auftauen: Beginnen Sie an der zugänglichen Stelle und arbeiten Sie sich zur vermuteten Frostquelle vor, nicht umgekehrt.
  5. Geduld haben: Langsames Auftauen ist deutlich sicherer als der Versuch, es schnell hinter sich zu bringen.

Wann Sie sofort einen Fachbetrieb rufen sollten

Handlungsbedarf für den Notdienst besteht, wenn das Rohr beim Auftauen sichtbar undicht wird oder leckt, wenn Sie an die betroffene Stelle gar nicht herankommen – etwa weil sie in der Wand oder unter dem Estrich liegt – oder wenn nach dem vollständigen Auftauen weiterhin kein Wasser fließt beziehungsweise ungewollt Wasser austritt. In diesen Fällen liegt meist ein echter Rohrbruch vor, der fachgerecht behoben werden muss.

Ein eingefrorenes Rohr ist ärgerlich, aber meist harmlos – gefährlich wird es erst, wenn beim Auftauen ein durch den Frost bereits entstandener Riss zum Vorschein kommt.

Rohr bleibt trotz Auftauen dicht oder Sie kommen nicht ran? Wir sind rund um die Uhr erreichbar und finden auch schwer zugängliche Frost- und Bruchstellen.

Mehr zum 24/7 Notdienst →

So beugen Sie künftig vor

Rohre in unbeheizten Räumen wie Keller oder Dachboden lassen sich mit einfacher Rohrisolierung gut vor Frost schützen. Auch in ungenutzten Räumen sollte die Heizung im Winter nicht komplett abgestellt werden – eine niedrige Frostschutzstellung reicht meist schon. Außenwasserhähne gehören vor dem Winter abgesperrt und entleert. Eine umfassendere Checkliste für die kalte Jahreszeit finden Sie in unserem Herbst-Check fürs Rohrsystem.

Mit etwas Vorbereitung im Herbst lässt sich das Risiko eingefrorener Rohre deutlich senken. Sollte es trotzdem passieren, sind Sie jetzt gut vorbereitet – und wenn es doch komplizierter wird, sind wir rund um die Uhr für Sie erreichbar.