Kaum ein Geräusch ist nach einem Wasserschaden so präsent wie das der Trocknungsgeräte – und kaum eine Frage wird uns so oft gestellt wie die nach der Dauer. Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Diese Faktoren spielen dabei die größte Rolle.
Diese Faktoren beeinflussen die Trocknungsdauer
- Menge des eingedrungenen Wassers und wie lange es bereits eingewirkt hat.
- Betroffene Bauteile: Estrich, Wände und Dämmschichten trocknen unterschiedlich schnell.
- Baumaterial: manche Materialien nehmen Feuchtigkeit stärker auf als andere.
- Zeitpunkt des Trocknungsbeginns: Je früher begonnen wird, desto kürzer ist in der Regel die Gesamtdauer.
- Raumklima und Lüftung während der Trocknungsphase.
Wie läuft eine professionelle Bautrocknung ab?
Zunächst wird die Feuchtigkeit mit Messgeräten erfasst, um das Ausmaß und die betroffenen Bauteile genau zu bestimmen. Anschließend stellen wir passende Trocknungsgeräte auf – je nach Situation Kondens- oder Adsorptionstrockner. Bei durchfeuchteten Dämmschichten, etwa unter dem Estrich, kommt häufig eine gezielte Dämmschichttrocknung zum Einsatz. Während der gesamten Maßnahme führen wir regelmäßige Kontrollmessungen durch, bis eine Abschlussmessung den Erfolg dokumentiert.
Eine zu früh abgebrochene Trocknung ist einer der häufigsten Gründe für Restfeuchte – und damit für Schimmelbildung, die oft erst Wochen später sichtbar wird. Mehr dazu in unserem Artikel Schimmel nach Wasserschaden vermeiden.
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Bei einem versicherten Leitungswasserschaden übernehmen viele Wohngebäudeversicherungen die Kosten der Bautrocknung. Mehr zum Thema Versicherung und Wasserschaden lesen Sie in unserem Artikel Wasserschaden und Versicherung: Was in der Regel übernommen wird.
Fazit
Wie lange eine Bautrocknung dauert, hängt von Wassermenge, Bauteilen und Baumaterial ab – pauschale Zeitangaben sind unseriös. Regelmäßige Kontrollmessungen stellen sicher, dass wirklich erst dann aufgehört wird, wenn alles trocken ist.